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CMS – Content Management System

Ein Content-Management System (kurz CMS) ist eine Softwareanwendung, die es dem Benutzer ermöglicht, digitale Inhalte zu erstellen, zu bearbeiten, zu editieren, zu verwalten und zu veröffentlichen.

Diese Inhalte können aus Texten, Bildern, Videos oder sonstigen multimedialen Inhalten bestehen. Spezielle Programmierkenntnisse sind bei einem CMS in der Regel nicht notwendig. Content-Management Systeme werden typischerweise für Enterprise Content Management (ECM) und Web Content Management (WCM) eingesetzt, wobei das Web Content Management vermutlich die allgemein bekanntere Form ist, da mit diesen Systemen recht einfach Webseiten und Homepages erstellt werden können.

Genau dafür bietet ein CMS dem Benutzer eine grafische Benutzeroberfläche mit Tools zum Erstellen, Bearbeiten und Veröffentlichen von Inhalten, ohne dass ein (HTML-, PHP- oder Java-)Code geschrieben werden muss.

Ein CMS besteht grundsätzlich aus zwei Komponenten, einer Content Management Application (CMA) und einer Content Delivery Application (CDA). Die CMA ist eine grafische Benutzeroberfläche, mit deren Hilfe der Benutzer Webseiten ohne HMTL-Kenntnisse entwerfen und erstellen kann. Sobald diese fertig ist, übernimmt die CDA die Verwaltung und Bereitstellung der Daten.

Größere Unternehmen verwenden gelegentlich auch Systeme, die nicht über das Internet bereitgestellt, sondern über ein eigenes internes Netzwerk betrieben werden – das sogenannte Intranet.

Im normalen Sprachgebrauch bezieht sich der Begriff CMS jedoch auf eine internetbasierte Software mit Datenbankanbindung zum Betreiben einer Website. Webseiten, die auf Basis eines CMS erstellt werden, funktionieren komplett anders als statische Webseiten.

Während HTML-Webseiten fest programmiert werden, können CMS-gestützte Webseiten die Seite dynamisch aufbauen – dabei wird auf die zuvor entworfenen Seitenvorlagen und Datenbanken (für die Inhalte) zurückgegriffen.

Aktuell finden sich zwischen 250 und 300 verschiedene CMS-Programme auf dem Markt – viele davon werden als Open Source Software angeboten. Dabei reicht das Angebot von einfachen Blog-Baukästen bis hin zu umfangreichen Enterprise-Systemen.

Für welches CMS man sich entscheidet, hängt ganz allein vom Umfang und den Anforderungen des geplanten Online-Projekts ab. Zu den bekanntesten CMS zählen WordPress, Typo3, Drupal oder Joomla.

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