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Cloud Services & Dienste einfach erklärt

Von |26.07.2018|
Cloud Services und Anwendungen

Der Begriff der „Cloud“ ist omnipräsent. Schlagworte wie SaaS, IaaS, Public & Privat Cloud sind in aller Munde. Aber nicht jedem ist klar, was genau darunter verstanden wird.

Wir geben hier einen praxisnahen, prägnanten Überblick zu den unterschiedlichen Services, Arten und Anwendungsbereichen der Cloud speziell für kleine und mittlere Unternehmen.

Was ist die Cloud eigentlich?

Einfach gesagt werden mit der „Cloud“ Computer Dienste über das Internet beschrieben. Der Begriff „Cloud“ ist die Abkürzung für Cloud Computing, das so viel wie Rechnerwolke, Datenwolke oder EDV-Wolke bedeutet.
Cloud Computing bezeichnet ein IT-Modell für die Auslagerung von IT-Dienstleistungen an externe Unternehmen. Das kann neben Rechen – und Speicherleistung, die Bereitstellung von Plattformen und die Nutzung von Software umfassen.

Welche Cloud Computing Services gibt es?

Die unterschiedlichen Cloud Servicemodelle werden im groben in drei Bereiche gegliedert, die technisch aufeinander aufbauen:

  • Cloud Anwendung (Software as a Service – SaaS)
  • Cloud Plattform (Platform as a Service – PaaS)
  • Cloud Infrastruktur (Infrastructure as a Service – IaaS)
Cloud Services & ihre Einsatzbereiche und Zielgruppen
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Die Cloud Anwendung (SaaS – Software as a Service)

Hier profitiert der Endanwender von der Cloud. Bei Software as a Service werden die entsprechenden Programme über das Internet bereitgestellt, anstatt diese lokal am Rechner zu installieren.
Die Software befindet sich im Rechenzentrum des Cloud-Diensteanbieters und alle Daten werden ebenfalls bei diesem Anbieter gespeichert.
Typische Anwendungsbeispiele sind E-Mail und Office Programme, CRM- & ERP-Software und Lösungen für Dokumentenverwaltungen.

Beispiele für Software as a Service sind Microsoft Office 365, Trello, Slack, MailChimp, Gmail und Google Docs.

Vorteile von Cloud Anwendungen – SaaS:

  • Installation & Aktualisierung von Soft- & Hardware entfällt

  • Zumeist stufenlose erweiterbar: zentral nach oben und unten skalierbar

  • Zugriff von allen Geräten möglich: über Apps oder Webbrowser

  • Zentrale Datenspeicherung: standortunabhängiger Zugriff auf alle Daten

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Die Cloud Plattform (PaaS – Platform as a Service)

Eine PaaS Plattform bietet Funktionen für eine schnelle, kostengünstige Entwicklung und Bereitstellung von Anwendungen und Apps. Dabei wird eine Entwicklungsumgebung mit Frameworks für System-Architekten und Softwareentwickler zur Verfügung gestellt. Mit einer PaaS-Lösung wird die Entwicklung von Web-Apps oder mobilen Apps vereinfacht, da die dafür notwendigen Tools zentral gespeichert sind. Die Einrichtung und Verwaltung von Infrastruktur wie Server, Speicher, Netzwerkkomponenten und Datenbanken entfällt zusätzlich.

Beispiele für PaaS-Lösungen sind Microsofts Windows Azure, die Google App Engine und Amazons Elastic Beanstalk.

Vorteile von Cloud Plattform – PaaS:

  • Geringerer Programmieraufwand: Bereitstellung von Tools für Workflows, Verzeichnisse u. Ä.

  • Entwicklungsoptionen für mehrere Plattformen: schneller zu plattformübergreifende Apps

  • Nutzung von ausgereiften Tools, keine Eigenentwicklung notwendig: z.B: Data Mining, Analytics und Business Intelligence

  • Gemeinsames Arbeiten von unterschiedlichen Standorten

  • Erstellen, Testen und Bereitstellen der Anwendung, sowie Verwaltung und Aktualisierung in einer einzigen Umgebung

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Die Cloud Infrastruktur (IaaS – Infrastructure as a Service)

Sobald ein Unternehmen IT-Infrastruktur von einem externen IT-Dienstleister oder Cloud Anbieter bezieht, spricht man von IaaS – Infrastructure as a Service. Dabei handelt es sich meistens um Rechen-, Speicher- und Netzwerkleistung. Den Unternehmen wird dabei Infrastruktur wie Server und Backup Systeme oder virtuelle Dienste wie Rechner, Storage und Netzwerke angeboten.
Unternehmen sehen diese Dienstleistung als virtuelles und privates Rechenzentrum, bei dem man sich nicht um die Hardware kümmern muss. Die Abrechnung der Dienste erfolgt meist nach Nutzungskontingente.

Vorteile von Cloud Infrastruktur – IaaS

  • Anschaffungskosten für die Hardware entfallen

  • Geringere IT-Investitionen (kein Capex Aufwand)

  • Zugriff auf neueste Hard- und Software

  • Skalierbare Rechenleistung, Abfedern von Spitzenleistungen

  • Höhere Ausfallsicherheit

Beispiele für IaaS-Lösungen sind Amazon Web Services, Google Compute Engine, Microsoft Windows Azure und HP Cloud Services.

Wie kann eine Cloud bereitgestellt werden?

Für die Bereitstellung der oben beschrieben Cloud Services gibt es unterschiedliche Möglichkeiten. Je nachdem von wem die Services bereitgestellt werden und an welche Zielgruppe sie sich richten. Die Einteilung erfolgt in drei unterschiedliche Dienste:

  • Public Cloud – öffentliche Cloud Dienste
  • Private Cloud – private Cloud Dienste
  • Hybrid Cloud – hybride Cloud Dienste
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Public Cloud

Die Public Cloud ist ein Angebot eines frei zugänglichen Cloudanbieters. Die Services sind über das öffentliche Internet zu erreichen und können kostenfrei oder kostenpflichtig sein. Hardware-, Software- und andere Infrastrukturkomponenten sind Eigentum des Cloudanbieters und werden von diesem verwaltet. Beispiele sind: Dropbox, Microsoft Office 365 oder Google Docs.

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Private Cloud

Bei einer Private Cloud werden die Cloud Services exklusiv von einem einzigen Unternehmen genutzt. Auf Grund von Datenschutz und IT-Sicherheit ziehen es viele Unternehmer vor ihre IT-Services selbst oder bei einem IT-Dienstleister zu betreiben.
Private Clouds befinden sich physisch im lokalen Rechenzentrum des Unternehmens oder beim externen IT-Dienstleister. Bei Privaten Clouds werden die Dienste und Infrastrukturkomponenten in einem privaten Netzwerk verwaltet.

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Hybrid Cloud

Die Hybrid Cloud ist eine Kombination aus Public Cloud und Private Cloud. Dabei werden sensible Unternehmensdaten in der Private Cloud verarbeitet, während weniger kritische IT-Services in einer Public Cloud betrieben werden. Die Herausforderung dabei ist die saubere Trennung der Geschäftsprozesse in datenschutzsensible und -unsensible Arbeitsabläufe.


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Sebastian Hinterseer Key Account techbold

Sebastian Hinterseer

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